Die Massen Re-Konfiguration (kurz: massReConfig) ist eine Möglichkeit massenhafte Konfigurationsänderungen am System durchführen zu lassen.
Dabei werden die Angaben vorher von allen Nodes geprüft, und erst nach einer erfolgreichen Validierung umgestellt.
Der Prozess läuft vollständig automatisiert im Hintergrund ab, der Administrator muss sich also nicht darum kümmern.
Werden Fehler festgestellt, werden die entsprechend markiert und erfordern dann eine Prüfung. Wurden keine Fehler festgestellt, wird die Konfigurationsänderung durchgeführt.
Dieses Tool kann mehrere tausend Konfigurationsänderungen abarbeiten. Es ist genau für diesen Zweck entworfen worden.
Eine Import-Gruppe ist quasi die Bezeichnung für einen gesamten Import. Es wird immer eine neue Import-Gruppe erstellt, wenn man Daten importiert.
Wenn man so will, sind das die Aufträge bestehend aus n Anweisungen.
Man kann nach Gruppen filtern und sie auch löschen oder neu starten lassen.
Die Gruppen haben jedoch kein Einfluss auf das Processing, es gibt auch keine Prioritäten. Gruppen dienen nur dazu die Aufträge sinnvoll auseinanderhalten zu können, und um sie ggf. löschen zu können.
Zum Beispiel einer massenhaften IP Änderung der Geräte. Beispielsweise alle Geräte bekommen zusätzlich eine weitere IP, weil das aktuelle Netz migriert wird. Man erstellt eine Liste der Geräte, der alten IP und der neuen IP und importiert diese in das MassReConfig Tool. Danach werden alle Nodes die Angaben prüfen, ob die neue IP-Adresse auch dem alten Gerät entspricht und erreichbar ist. Erst wenn alle Nodes ihr OK gegeben haben, wird der Eintrag umkonfiguriert. Bis auf den Import und die Kontrolle hat der Administrator dort keine Aktionspunkte, das macht das System vollständig automatisiert und im Hintergrund.
Aktuell gibt es zwei Import Formate, wobei aktuell nur einer davon implementiert ist, nämlich IP_CHANGE. Die anderen oder weiteren werden bei Bedarf implementiert.
Bei IP_CHANGE wird die Geräte IP-Adresse (oder auch Hostname) auf eine andere IP-Adresse (oder auch Hostname) geändert. Das System prüft, ob unter der neuen IP-Adresse sich das gleiche Gerät meldet, wie unter der alten IP-Adresse, weiterhin wird die Erreichbarkeit von allen Nodes geprüft. Wenn alle Nodes und alle Prüfungen fehlerfrei waren, wird die IP-Adresse in dem System geändert.
Das Import-Format ist eine Liste von Eintragen mit 3 Spalten. Dabei können die Spalten entweder durch mehrere Leerzeichen und/oder Tabulatoren getrennt werden, ober aber auch durch ein einzelnes Komma bzw. Semikolon.
Spalte 1 ist der Gerätename, wie er im System eingetragen wurde. Groß-/Kleinschreibung ist dabei egal.
Spalte 2 ist die alte IP-Adresse, mit der das Gerät aktuell eingetragen ist. Die dient zur Sicherheit.
Spalte 3 ist die neue IP-Adresse, die bei erfolgreicher Überprüfung dann in die Konfiguration aufgenommen wird.
Hier ein Beispiel, wie eine solche Datei aussehen könnte:
corvus1 10.10.10.10 2000:123f:7dfe::5521
corvus2,10.10.10.20;2000:123f:7dfe::5541
corvus3,c3.mydom.org 4.7.1.1
error1,10000
error2;;;4711
error3 1 2 3 4 5
error4 10.10.10.10 2000:123f:7dfe::5541
Corvus1 ist OK und wird von IPv4 auf IPv6 umgestellt. Corvus2 auch, nur mit Komma getrennt. Corvus3 stellt von Hostname auf IPv4 um. Error1 hat keine drei Spalten, Error2 hat 4 Spalten und Error3 hat 5 Spalten. Error4, selbst wenn es das Gerät gabe, würde es auf ein Fehler laufen, weil die neue IP-Adresse das corvus2 System wäre.

Nachdem man auf Import klickt, erscheint eine Tabelle die für jede Zeile einen Status gibt, die sieht dann in etwa so aus:

Und ab da kann sich der Administrator zurücklehnen und dem System die Arbeit überlassen.
Weiterhin wird eine Import-Gruppe erstellt, mit der Übersicht.

Corvus Help - 28.February 2026 03:33:38 UTC - Commit 667ccc2e