Für die neuen Yuna Reports gibt es nun die Möglichkeit einen Filter für die Daten zu erstellen. Diese Filter nennen sich Report-Filter-Profile. Man kann mehrere solcher Profile erstellen, und sie dann bei einem Export entsprechend auswählen.
Ein Profil besteht im Allgemeinen aus einem Namen, den der Benutzer frei wählen kann und den Filter Regeln.
In einem Profil können mehrere Filter unterschiedlicher Kategorie aktiv sein, also zum Beispiel ein Interface Filter und ein Sysdep Filter. Die Filter (zum Beispiel ein Sysdep Filter), die bei einem Report Export (zum Beispiel ein Interface Report) sinnlos erscheinen, werden dabei dann einfach ignoriert. Damit kann man einen gemeinsamen Filter für Sysdep und Interface Reports bauen und muss nicht mit zwei oder drei Filter arbeiten.
Wenn man noch keinen Filter hat, kann man einen erstellen mit dem Knopf:

Nachdem man auf neues Profil geklickt hat, fragt das System nach dem Namen:

Danach ist das Profil einsatzbereit für die Filter Konfiguration:

Es gibt zwei Filter Typen. Include und Exclude. Die beiden Typen funktionieren wie folgt:
Filter Type Include: Bei einem Include müssen die Werte, die man haben will, explizit angegeben werden. Wenn man also ein Gerätetyp explizit angibt, and werden auch nur die Daten dieses Geräte Types in den Report aufgenommen. Alle anderen Gerätetypen werden ignoriert.
Filter Type Exclude: Bei einem Exclude werden in einem Report alle Daten exportiert, bis auf die, die man angegeben hat. Gibt man also ein Gerätetyp an, dann wird dieser Gerätetyp nicht mehr in den Reports auftauchen, aber alle anderen.
Es gibt mehrere Kategorien von Filtern. Zu einer Kategorie gehört immer ein Filter Typ. Hier eine Liste der Kategorien:
Filter Kategorie: Device: Ein Geräte-Filter kann zum Beispiel auf einen Gerätenamen gesetzt werden
Filter Kategorie: DeviceType: Bei einem Gerätetyp Filter kann man nur nach Gerätetypen Filtern, mehr bietet einem das nicht
Filter Kategorie: VG: Für jede VG kann ein Filtertyp und ein Filter angegeben werden. Ein VG Filter wird anhand des Namens eingestellt
Filter Kategorie: Interface: Interface Filter können auf Description, Speed, Typ, und sonstigen Interface Parametern eingestellt werden
Filter Kategorie: Sysdep: Sysdep Filter können auf den Key oder die User Daten greifen
Filter Kategorie: Custom: Bei Custom, können nur die SnmpNode Namen verwendet werden
Filter Kategorie: NOSA: Sofern das System NOSA Reports erstellt, können hier spezielle NOSA Felder gefiltert werden
Das System bietet ihnen eine freie Möglichkeit an die Filter zu definieren. Dabei findet vom System selbst keinerlei Prüfung statt. Das bedeutet, man kann einen Filter bauen, der absolut kein Sinn ergibt. Das kann das System aber nicht wissen, da ein Filter für verschiedene Reports benutzt werden kann, kann es durchaus sein, das er dann doch ein Sinn ergibt.
Diese Prüfung ist jedoch nicht die Aufgabe des Systems, sondern obliegt dem Benutzer. Der Benutzer wird dann schon merken, wenn die Reports leer sind, oder übervoll, das was am Filter nicht stimmt.
Beispiel: Interface Filter: Typ ATM und Speed 100 Gb/s. Da dürfte der Interface-Reports relativ kurz ausfallen.
Ein anderes Beispiel wäre: Geräte-Filter Include BerlinRouter und Gerätetype Filter Exclude BerlinGeräte
Weiterhin wird effektiv ein implizites Oder auf gleiche Felder und ein implizites Und auf unterschiedliche Felder gemacht. Das bedeutet zum Beispiel: Man sagt: Gerätename ABC und Gerätename XYZ, dann ist das als ein Oder zu verstehen. Sagt man hingegen Gerätename ABC und Gerätetyp XYZ, dann ist das als ein Und zu verstehen.
Das System beachtet dabei eine gewisse Reihenfolge der Abarbeitung. Zuerst werden Geräte-Filter angewendet, damit wird die Anzahl der Geräte erst einmal etwas reduziert. Die Ergebnismenge wird an den Gerätetyp Filter weiter gegeben. Wenn es kein Geräte-Filter gibt, werden alle Geräte weitergereicht.
Danach folgt der Gerätetyp-Filter, der bearbeitet die Liste der Geräte aus dem vorherigen Schritt, Geräte, die im ersten Schritt rausgefiltert wurden, werden in diesem Schritt schon ignoriert. Nach dieser Filterung wird die Ergebnismenge dem VG Filter übergeben. Wenn es kein Gerätetyp Filter gibt, wird alles, was vom Geräte-Filter übergeben wurde, weitergeleitet
Dann kommen die VGs, die sich genauso verhalten wie die Gerätetypen.
Und danach, je nach Report entweder die Interface-, Sysdep- oder Custom-Filter.
Das Verfahren ist also eine Daten-Pipe, die von Stufe zu Stufe eingeschränkt wird, sofern Filter drauf liegen. Ohne ein Filter bekommt man alles. Wenn also Ihre Ergebnismenge nicht passt, dann prüfen Sie die Filter drei Mal
Zu beachten ist, dass der Filter immer auf die Report-Quell-Daten angewendet wird und nicht auf den aktuellen Datenbestand. Beispiel: Montag hat man ein Gerätetyp Namen SuperBNG und am Dienstag ändert man diesen auf UltraBNG. Die Reports vor dem Dienstag haben aber immer noch SuperBNG in der Datenbank. Die Reports erstellen ja eine Kopie der Daten, weil sonst macht der Report ja keinen Sinn, das würde ja alte Reports ungültig machen, wenn man was ändert. Und die Filter greifen logischerweise auf die Report-Daten zu, und nicht auf die aktuellen System-Daten.
Es gibt zwei Regeln, die man erklären sollte, die anderen sollten klar sein.
Die eine Regel ist BETWEEN, die bei Zahlenwerten (zum Beispiel Interface Speed) benutzt wird.
Dabei werden zwei Zahlen angegeben, die durch ein Leerzeichen getrennt werden müssen.
Der erste Wert ist das Minimum der zweite Wert ist das Maximum. Beide Werte sind mit im Werte Bereich.
Es wird also ein >= und ein <= gemacht.
Die nächste Regel ist der REGEX, der bei Zeichenketten verwendet werden kann.
Dabei gelten die JAVA Syntax-Regeln, hier ein paar Beispiele:
| RegEx | Zeichen | Bedeutung |
|---|---|---|
. |
Punkt | Ein beliebiges Zeichen |
\. |
Backslash Punkt | Ein echter Punkt |
.* |
Punkt Stern | Beliebige Anzahl von beliebigen Zeichen |
X* |
Zeichen Stern | Beliebige Anzahl von X (auch keins) |
X? |
Zeichen Fragezeichen | Entweder ein X oder kein X |
X+ |
Zeichen Plus | Mindestens ein X |
^ |
Hut | Anfang der Zeichenkette |
$ |
Dollar | Ende der Zeichenkette |
[abc] |
Entweder Zeichen | Entweder a oder b oder c |
(abc|xyz) |
Entweder Text | Entweder abc oder xyz |
(?i) |
Ignore Case | Case Insensitive - Groß-/Kleinschreibung ignorieren |
Hier ein paar Beispiele wie so etwas aussehen kann:
(?i)FRANKFURT.*4711(?i)^...BNG[0123]$^CORE.*HESSENVLAN.0815(?i)(wan|lan).verbindungHier ein Beispiel für einen Interface-Report Filter mit nur Interfaces größer als 100 Gb/s. Dazu fügt man erst in der Kategorie Interface einen Filter hinzu, das macht man mit dem Plus Symbol. Daraufhin öffnet sich eine Lange Liste mit möglichen Einstellungen zur Kategorie Interface. Man such die Interface-Geschwindigkeit und trägt dort größer oder gleich 100000 ein:

Nachdem man diese Regel hinzugefügt hat, sieht der Filter so aus:

Mal angenommen das interne Peering alle Nachbarn mit einer 10’er IP-Adresse betreffen, dann könnte ein Sysdep Filter in etwa so aussehen:

Corvus Help - 28.February 2026 03:33:38 UTC - Commit 667ccc2e